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Der August zählt traditionell zu den beliebtesten Monaten für Sternfreunde – und 2026 macht hier keine Ausnahme. Angenehme Nachttemperaturen, bereits wieder spürbar länger werdende Nächte und gleich mehrere außergewöhnliche Himmelsereignisse sorgen für beste Beobachtungsbedingungen. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr eine von Deutschland aus partiell sichtbare Sonnenfinsternis, das Maximum des Perseiden-Meteorstroms sowie eine partielle Mondfinsternis gegen Monatsende. Auch die Planeten bieten zahlreiche interessante Beobachtungsmöglichkeiten.
🌕 Der Mond
Der Mond zeigt im August folgende Hauptphasen:
- 6. August: Letztes Viertel
- 12. August: Neumond (totale Sonnenfinsternis)
- 20. August: Erstes Viertel
- 28. August: Vollmond
10.08. – Mond im Perigäum (erdnächster Punkt 363.285 km)
22.08. – Mond im Apogäum (größte Entfernung zur Erde 40.4644 km)
Besonders schöne Begegnungen ergeben sich unter anderem mit Saturn Anfang des Monats, Mars am Morgen des 9. August sowie Venus am Abend des 16. August.
🪐 Die Planeten
Merkur
Merkur beginnt den August als Morgengestirn. Bereits am 2. August erreicht er seine größte westliche Elongation und entfernt sich damit scheinbar am weitesten von der Sonne. In den ersten Augusttagen bietet sich die beste Gelegenheit des Jahres, den sonnennächsten Planeten in der Morgendämmerung über dem Osthorizont aufzuspüren.
Mit jedem weiteren Tag nähert sich Merkur jedoch wieder der Sonne an. Seine Sichtbarkeit verschlechtert sich zunehmend, ehe er Mitte August in der hellen Morgendämmerung verschwindet und am 27. August seine obere Konjunktion erreicht.
Venus
Venus dominiert weiterhin den Abendhimmel. Am 15. August erreicht sie ihre größte östliche Elongation und entfernt sich scheinbar fast 46 Grad von der Sonne. Im Teleskop zeigt Venus nun ihre charakteristische Halbphase. Obwohl ihr scheinbarer Durchmesser im Vergleich zu den kommenden Monaten noch relativ klein ist, bietet sie bereits einen eindrucksvollen Anblick.
Mars
Mars erscheint weiterhin am Morgenhimmel. Seine Helligkeit nimmt langsam wieder zu, dennoch bleibt er im Vergleich zu Venus oder Jupiter ein eher unscheinbares Objekt. Anfang August befindet sich die schmale Mondsichel in seiner Nähe und erleichtert das Auffinden des Roten Planeten.
Jupiter
Jupiter kehrt in der zweiten Monatshälfte an den Morgenhimmel zurück. Nach seiner Sonnenkonjunktion Ende Juli taucht er zunächst noch sehr tief über dem Osthorizont auf. Seine Sichtbarkeit verbessert sich jedoch von Woche zu Woche, sodass sich bereits gegen Monatsende erste Beobachtungen in der Morgendämmerung lohnen.
Saturn
Saturn entwickelt sich im August zum beherrschenden Planeten der zweiten Nachthälfte. Er geht bereits am Abend auf und bleibt nahezu die gesamte Nacht sichtbar. Da seine Opposition Anfang Oktober bevorsteht, nimmt seine Helligkeit kontinuierlich zu.
Im Teleskop zeigt sich bereits jetzt ein beeindruckender Anblick: Das Ringsystem ist hervorragend sichtbar und auch einige seiner hellsten Monde lassen sich schon mit kleineren Instrumenten beobachten. Für Besitzer mittlerer und größerer Teleskope gehört Saturn in diesem Monat zu den absoluten Höhepunkten des Nachthimmels.
Uranus
Uranus steht im August im Sternbild Stier und verbessert seine Sichtbarkeit von Woche zu Woche. Mit einer Helligkeit von etwa 5,7 mag ist er unter sehr dunklem Himmel zwar theoretisch mit bloßem Auge erreichbar, in der Praxis empfiehlt sich jedoch mindestens ein Fernglas. Im Teleskop erscheint Uranus als kleine, blass grünlich-blaue Scheibe. Größere Instrumente zeigen bereits einen deutlich von den Sternen unterscheidbaren Planetendurchmesser.
Neptun
Neptun befindet sich im Sternbild Fische und ist der Opposition bereits recht nahe. Er geht schon am Abend auf und kann nahezu die gesamte Nacht hindurch beobachtet werden. Mit einer Helligkeit von rund 7,8 mag bleibt er allerdings ein Objekt für Ferngläser und Teleskope. Im Okular zeigt sich Neptun als winziges, bläulich schimmerndes Scheibchen.
Weiterlesen: Himmelsvorschau August 2026
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Der Juli bietet kurze Nächte, dafür aber zahlreiche lohnende Beobachtungsobjekte. Während Venus weiterhin als heller Abendstern den Himmel schmückt, erscheint Mars langsam wieder am Morgenhimmel. Saturn entwickelt sich zunehmend zum markanten Objekt der zweiten Nachthälfte. Gegen Monatsende verschwindet Jupiter in Sonnennähe und ist nicht mehr beobachtbar.
🌕 Mond
Der Mond erreicht am 14. Juli seine Neumondphase. Damit werden die Nächte in der Monatsmitte besonders dunkel und bieten ideale Bedingungen für die Beobachtung lichtschwacher Deep-Sky-Objekte.
Vollmond ist am 29. Juli.
Ein schöner Anblick ergibt sich am 24. Juli, wenn der zunehmende Mond am Stern Antares im Skorpion vorbeizieht.
13.07. – Mond im Perigäum (erdnächster Punkt 359.115 km)
25.07. – Mond im Apogäum (größte Entfernung zur Erde 405.550 km)
🪐Die Planeten
Merkur
Merkur steht am 13. Juli in unterer Konjunktion zur Sonne und wechselt anschließend an den Morgenhimmel. Nach dem Ende seiner Rückläufigkeit am 23. Juli verbessert sich seine Sichtbarkeit langsam. Anfang August bietet sich eine günstige Morgensichtbarkeit an.
Venus
Venus bleibt während des gesamten Monats der auffällige Abendstern. Ihre Helligkeit nimmt leicht zu und erreicht rund −4,3 mag. Am 08. Juli nähert sie sich dem Stern Regulus im Löwen an – ein reizvoller Anblick bereits im Fernglas.
Mars
Mars taucht wieder am Morgenhimmel auf. Zu Monatsbeginn erscheint er kurz vor Sonnenaufgang über dem Nordosthorizont. Im Laufe des Monats verbessert sich seine Sichtbarkeit spürbar. Besonders interessant ist die enge Begegnung mit Uranus am 4. Juli, wenn beide Planeten im Fernglas gemeinsam verfolgt werden können.
Jupiter
Jupiter nähert sich der Sonne und steht am 29. Juli in Konjunktion. Damit verschwindet er vorübergehend vom Nachthimmel und wird erst im August wieder am Morgenhimmel sichtbar.
Saturn
Saturn entwickelt sich zum auffälligsten Planeten der zweiten Nachthälfte. Bereits Anfang Juli geht er kurz nach Mitternacht auf, gegen Monatsende schon deutlich früher. Am 28. Juli beginnt seine rückläufige Bewegung, während seine Helligkeit langsam zunimmt.
Uranus
Uranus steht weiterhin im Sternbild Stier und kann mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop am Morgenhimmel aufgesucht werden. Die Begegnung mit Mars am 4. Juli erleichtert das Auffinden.
Neptun
Neptun wird am 8. Juli stationär und beginnt anschließend seine Oppositionsschleife. Damit verbessern sich die Beobachtungsbedingungen bis in den Herbst hinein kontinuierlich.
☀️Sonne
Am 6. Juli erreicht die Erde ihren größten Abstand von der Sonne (Apogäum 152.088.675 km). Trotzdem erleben wir auf der Nordhalbkugel die wärmste Zeit des Jahres, da die Jahreszeiten von der Neigung der Erdachse bestimmt werden und nicht vom Abstand zur Sonne.
Im Verlauf des Monats wechselt die Sonne am 21. Juli vom Sternbild Zwillinge in den Krebs.
Die Carrington-Rotation 2313 beginnt am 6. Juli 2026.
Deep-Sky-Tipps
Die dunklen Nächte um Neumond eignen sich hervorragend für Beobachtungen der Milchstraße. Besonders lohnend sind:
- Kugelsternhaufen M13 im Herkules
- Ringnebel M57 in der Leier
- Hantelnebel M27 im Füchschen
- Lagunennebel M8 und Trifidnebel M20 im Schützen
- Wildentenhaufen M11 im Schild
☄️Sternschnuppen
Im Juli werden zwei Meteorströme aktiv:
Delta-Aquariiden (12. Juli bis 19. August) erreichen ihr Maximum um den 30. Juli. Unter idealen Bedingungen sind etwa 20 Meteore pro Stunde zu erwarten. Die Sternschnuppen sind meist eher lichtschwach und vergleichsweise langsam.
Bereits ab 17. Juli sind außerdem die ersten Perseiden aktiv. Das eigentliche Maximum folgt zwar erst im August, dennoch können bereits Ende Juli vereinzelt helle Sternschnuppen beobachtet werden.